Kolumne: J. J. Abrams im Interview

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J. J. Abrams Produzent und Erfinder der neuen Serie “Fringe” gab dem iF Magazin ein Interview. Er erzählte über die Serie, über die Hauptdarstellerin und über die Mythologie von seinem Neuling. Achtung mögliche Spoiler sind im Text anzutreffen.

iFMagazine: Wenn man über Fringe redet, unterhält man sich häufig über die Mythologie der Serie, aber ebenso über die Vater-Sohn-Beziehung von Walter und Peter. War Euch zuvor klar, wie wichtig das sein würde oder hat es sich einfach ergeben?

J.J. Abrams: Ich war schon immer begeistert von einer Vater-Sohn-Dynamik oder generell Kind-Eltern-Beziehung. In “Felicity”, “Alias” oder auch “Lost” waren es hauptsächlich Damon Lindelof und Carlton Cuse. Diese Beziehung hat immer die höchste Priorität und auf seltsame Art und Weise wird auch Olivia ihren Platz darin finden. Nicht nur wegen ihres Jobs, sondern auch wegen ihrer Verbindung, ihrem Patz, in der Welt der Fringe Wissenschaft.

iFMagazine: Was hat es mit Anna Torvs Charakter Olivia Dunham auf sich?

J.J. Abrams: Hier ist das coole daran: Die kommenden Folgen beginnen nicht nur Verbindungen zwischen den Dingen dort draußen herzustellen, es wird außerdem enthüllt, dass sie nicht zum ersten Mal in Verbindung mit den Fringe Dingen gerät. Und erneut sollte man aufpassen, dass man sich nicht zu sehr in der Mythologie verrennt. Aber wie ich schon sagte beruht vieles der Mythologie-Handlungen darauf, dass es auch den Leuten gefallen soll, die sich nicht tiefer mit der Serie beschäftigen. Man kann nicht von jedem beschäftigten Menschen erwarten, dass er nach einer Woche wieder dabei ist. Einge werden es sein, aber die meisten nicht. Dann muss man sich sagen: “Okay ich bin neu dabei, ich will nicht zu tief hinein geraten.” Daher fing die letzte Folge mit der Entführung einer Frau an. Mir persönlich geht es dann so, dass ich gespannt bin die Folge zu sehen. Ich möchte herausfinden, wer sie ist und weshalb sie entführt wird und was das alles bedeutet. Es ist cool. Wo wir gerade dabei sind, ein anderes kleines Geheimnis. Ich denke Anna, Olivia — wer ist sie? Wenn ich über sie nachdenke, wie ein Clint Eastwood, wie eine typische unerbitterliche Frau weniger Worte, dann erkenne ich langsam wer sie wirklich ist.  Denn sie ist hübsch und gut, hart und etwas düster. Und wenn sie dann diese leichtfertigen Augenblicke hat liebt man sie. In der einen Folge, als ihre Schwester zu Besuch kommt und das zu einem total bescheuerten Zeitpunkt und sie hat eine kleine Tochter, da denke ich: “Oh mein Gott, sie ist wie ich!” Wenn da so ein wirrer Tag ist, es aber plötzlich um die Familie geht, dann schiebt man einfach alles andere beiseite. Ich finde, dass Anna diese Rolle mit den sanften Momenten fantastisch spielt. Sie ist allerdings eine total andere Person, für die man schreibt, im Vergleich zu Jennifer Garner, Evangeline Lilly oder Keri Russell. Es ist interessant.

iFMagazine: Sie scheint aber keine sehr enge Beziehung zu John Nobles Charakter, Dr. Walter Bishop, zu haben.

J.J. Abrams: Nunja, hatte sie nicht. Und nun wird sie langsam abhängig von ihm, wegen … ihr werdet sehen, dass es eine Verbindung gibt, die weit über den Job hinaus geht.

iFMagazine: Da Fringe ja eine neue Serie ist, wie schwer war es, die Zielgruppe zu finden?

J.J. Abrams: Es war schwierig, weil ich parallel noch Star Trek fertig stellen musste. Es sind Alex Kurtzman, Bob Orci und ich. [...] Ich denke wir haben seit ein paar Folgen die Zielgruppe gefunden. Diejenigen, die nun starten fühlen sich für mich an wie … als könnte ich sagen welche Folgen von Fringe es nicht sind und vorher war es eher so: “Naja okay das könnte unsere Serie sein.”

iFMagazine: Welche sind es nicht?

J.J. Abrams: Nunja es ist nicht so Mythologie-basierend, dass man sich fühlt als habe man den Plot nicht verstanden. Es ist dieses verrückte Gleichgewicht der Geschichte, die man erzählt. Es ist so offensichtlich. Wenn man es herausgefunden hat denkt man nur noch: “Oh mein Gott!” [...] Aber das ist diese persönliche Handlung, dieser kleinen Entwicklungen der Charaktere und dann die Verbindungen zu den Verrücktheiten der Woche. Wie wird da etwas enthüllt? Wie kommt es dazu und es dreht sich alles darum Internes und Externes zu verbinden. Aber es ist die Sache, über die alle reden, Leute reden mit mit darüber, es wirkt billig, aber es funktioniert, es ist faszinierend.

 © by fringe-news.de

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